Der Blick in den Himmel fasziniert Menschen seit Jahrhunderten. Und trotz Aufklärung, vielfältigem astronomischen Wissen und knapp 50 Jahren Raumfahrt zieht er einen weiterhin in seinen Bann: der Abendhimmel mit seinen scheinbar sinnvoll angeordnete Sternbildern, fernen Planeten und der Vorstellung, womöglich allein im Universum zu sein.
Christian Fajkus kennt sich hervorragend mit den Erscheinungen des mitteleuropäischen Sternhimmels aus. Kein Wunder: Der 43-Jährige ist Lehrer für Astronomie, gibt einmal wöchentlich sogar Unterricht in der Sternwarte. Und ist – wie könnte es anders sein – seit seinem 13. Lebensjahr gebannt von den Phänomenen außerhalb der Erde. Diese Begeisterung weiterzugeben, ist ihm eine Herzensangelegenheit. Dabei zuschauen können Interessenten morgen im Wissenschaftszirkus Fantasia. Um 16 Uhr wird er im blau-gelben Zelt am Stadthafen einen Überblick über den nördlichen Sternhimmel im Herbst und Winter geben. Das Typische zurzeit sei, „dass Venus als Morgenstern und Jupiter den Abendhimmel dominieren“, sagt er. Wie, wo und wann man beide Planeten gut erkennen kann, wird Fajkus den Gästen lebendig und vor allem kindgerecht näher bringen. Ebenso hat er eine bestimmte Software auf seinem Notebook installiert. Dieses Programm ermöglicht es, den Verlauf des Sternhimmels zu simulieren. So gewinnen die Besucher einen Eindruck von den Veränderungen, die Tag und Nacht hoch oben über unseren Köpfen passieren. Darüber hinaus gibt Fajkus viele Informationen zu den Planeten, Sternbildern und anderen Himmelskörpern unserer Galaxie sowie jenen, die als so genannte „Deep Sky“-Objekte weit außerhalb liegen.